Was ist eigentlich Flattr?
Eine Frage die wir uns zu Anfang auch gestellt haben. Vom Prinzip her ist es ganz einfach, doch die Erklärung entsprechend einfach zu formulieren fällt etwas schwer. In der Wikipedia ist die Funktionsweise recht gut umschrieben, auch wenn man dort von "bezahlen" für Inhalt spricht. Dies ist unserer Ansicht nach nicht die richtige Ausdrucksform. Vielmehr handelt es sich beim Flattrn um eine "nette Geste", ein Zeichen der Wertschätzung des zur Verfügung gestellten Inhalts.
Das folgende Video beschreibt wie Flattr funktioniert.
Noch mal kurz gefasst.
Man meldet sich an, zahlt eine Grundbetrag und stellt dann ein, wie viel man monatlich davon im Web verteilen möchte. Beim Mindestbetrag von 2 Euro werden diese anhand der geklickten "Streicheleinheiten" des jeweiligen Monats aufgeteilt. 20 Klicks bedeuten so für jeden den man geflattrt hat genau 0,10 Euro auf dem Flattr Konto.
Flattr Transaktionsgebühr
Bei jedem Zahlungsverkehr fallen Transaktionsgebühren an. Zum einen kostet Flattr jede Überweisung mit online Zahlungsdiensten Geld und zum anderen sitzen dort in der schwedischen Einöde um Malmö auch mehr als 10 Menschen, die mit viel Idealismus und Engagement das System betreuen und zur Verfügung stellen. Diese wollen sich auch mal ein Brötchen leisten, weswegen die Transaktionsgebühr in Höhe von 10 Prozent durchaus angemessen ist.
Wie nutzen wir Flattr?
Beim Streunen durchs Internet fallen einem immer wieder Webseiten auf, welche einem bei Problemen Hilfestellung bieten, oder die einen mit aktuellen News versorgen. Das ist vollkommen kostenlos und soll es auch bleiben. Wenn uns ein Beitrag, ein Video oder eine Information gefällt, wenn die Anstrengung eines anderen uns gedient hat, dann flattrn wir!
Um den Dienst auch in anderen Usergruppen als den typischen Nerds zu verbreiten, und weil wir es für eine unfassbar gute Idee halten, promoten wir dieses Projekt auf unserer Webseite. Wir wollen Dir die Möglichkeit aufzeigen, mit der Du Deine Wertschätzung für unsere Arbeit, und auch die von anderen Webseiten auf denen Du Dich kostenlos bewegst, zum Ausdruck zu bringen kannst. Wir hoffen, dass Du den Gedanken des kostenlosen Internet genau so solidarisch unterstützen möchtest wie wir.
Manche Werbung nervt
Ein nobler Nebeneffekt einer verstärkten Verbreitung von Flattr wäre, dass viele Portale zukünftig auf billige und nervige Massenwerbung verzichten könnten, wenn all Ihre User nur einmal im Monat auf den Knopf drücken würden. Wir sprechen uns schon seit Jahren gegen übertriebenes Geblinke und Google Adsense Quatsch aus, der Deinen Browser Zug um Zug mit Tonnen von Cookies lahm legt. Mit Flattr könnte man dieser Traumvorstellung im Allgemeinen einen Schritt näher kommen.
Dazu ein kurzes Rechenbeispiel
Supermoto.de wird monatlich von etwa 10.000 unterschiedlichen Usern aufgerufen. Wenn nur jeder Zehnte davon einmal den Knopf drückt und im Schnitt 0,10 Euro da lassen würde, dann wären das 100 Euro. Über diesen Betrag würden wir uns zigfach mehr freuen, als über ein simples Werbebanner.